• Nico

Österreich: Das Land der Sparer

Aktualisiert: März 16

Gut 278 Mrd. EUR haben die österreichischen Haushalte auf Sparbüchern und Konten bei heimischen Banken liegen (Stand: 2018, Quelle: OeNB).

Dies ist nicht nur ein Beweis für die österreichische „Sparbuch-Kultur”, sondern auch für das große Bedürfnis der Österreicher nach Sicherheit, wenn es um die Geldanlage geht.


Ein Grund dafür liegt sicher in der wechselhaften Geschichte des 20. Jahrhunderts mit den zwei Weltkriegen, den beiden Währungsreformen und der immensen Inflation der Zwischenkriegszeit. Auch der Ausbruch der letzten großen Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2007 hat das Bedürfnis nach Sicherheit bei der Geldanlage verstärkt.


Daraus erklärt sich das eher konservative Anlageverhalten der Österreicher, die trotz äußerst niedriger bzw. Null-Zinsen weiterhin auf das Sparbuch setzen. Nur 4% des Geldvermögens österreichischer Haushalte werden direkt in Aktien veranlagt.


In ihrem Sparverhalten unterscheiden sich die Österreicher vor allem von US-Bürgern. Denn in den Vereinigten Staaten ist die Aktie als populäre Form der Geldanlage in so gut wie allen Einkommensgruppen vertreten. Dies kann an der unterschiedlichen Mentalität liegen, doch auch daran, dass die staatliche Pensionsvorsorge in den USA weit weniger entwickelt ist und die US-Bürger deshalb verstärkt privat vorsorgen. Aber auch in Großbritannien, den skandinavischen Ländern und der Schweiz ist der Aktienbesitz deutlich höher. Je nach Umfrage liegt der Direktbesitz von Aktien in der österreichischen Bevölkerung bei lediglich 3-5 %. Damit lassen viele Österreicher Rendite chancen ungenützt.


Die drei stärksten Gründe, warum Österreicher nicht in Wertpapiere investieren:

1. Kein Geld (38,5%)

2. Kenne mich nicht aus (21,4%)

3. Möchte kein Risiko eingehen (20,6%)


(Quelle: Gewinn Wirtschaftsmagazin)



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